pressestimmen:

“Michal Stahel war (in dem Konzert) ein schöpferischer Zuhörer seiner eigenen Interpretation und seines Partners. Das Violoncello war ihm ‘nur’ Instrument zum Ausdruck seines Dialogs mit dem Autor. Michal besitzt ein besonderes Geschenk: Sein Spiel ist spontan, ohne Pathos. Ein ergebenes, inniges Musizieren - unablässige Kontrolle und ständige Selbstkontrolle, ein sich selbst hören und eine stete Anknüpfung an den Dialog mit dem Partner. Er umgeht dynamische Agression, sich bewußt machend, daß es um eine Komposition für zwei gleichberechtigte Instrumente geht. Mit demselben Genuß verfolgte ich auch den Pianisten (Marian Lapsansky), für den die Begegnung mit Michal Stahel ein schöpferisches musikalisches Erlebnis sein muß. Die Lage des Klaviers in dieser Komposition erfühlte oft auch der Cellist und führte im wahrsten Sinne des Wortes seinen Partner in diese Richtung. Das war ein schönes Erlebnis... In allem erwies er sich als profilierter Künstler.”
Hudobny zivot (Slowakische Musik-Zeitschrift), Juli-August 1999

“Stahels Musikalität, seine Begeisterung und sein tiefes emotionales Engagement vereinen sich mit intellektueller Reife... Der Titel ‘Bester Absolvent des Jahres’, den alljährlich das Bratislavaer Konservatorium verleiht, gehört Michal Stahel zu Recht.”
Hudobny zivot, Juli-August 1999

“Nur selten achtet ein Zuhörer bei einem Auftritt auf so vordergründige Dinge wie Sechzehntel, Triolen, Forte oder Flagiolette. In Michal Stahels Fall hat sich das ganz bewahrheitet. Er hat die Menschen im Saal mit seiner fast vollkommenen Erfassung des Stückes überzeugt. Heute, wo sich jeder bemüht, am schnellsten oder am stärksten zu spielen, hat uns ein junger Mann verzaubert, der uns durch seine erstaunliche Erregung von den Stühlen gerissen hat. Er hat es geschafft, aus jeder Note einen ganzen Roman zu formen. Es ist sogar sonderbar, wie ein solch junger Interpret einen derartig suggestiven Eindruck hinterlassen kann.”
Czech Music Online, 1999

“Die Klangformung des Cellisten ist wahrhaft meisterlich und für seine jungen Jahre überaus verblüffend: Äußerst wandlungsfähig ist sein Ton, der mit feinsten Nuancen ständig sich ändernde Stimmungen entwirft. Einen sehr menschlichen, stark sprechenden Ausdruck gewinnt er dadurch, jeder Ton entwirft eine eigene subtile und raffinierte Färbung. Herrlich warme, dunkel-samtige Klänge entlockte er seinem Celllo mit größter Souveränität. Bei aller intuitiven Musikalität formuliert Stahel äußerst intelligent, sind in seiner Gestaltung Form und Ausdruck immerzu kongruent. Unendlich viele Ausdrucksvaleurs, einen ganzen Kosmos an Gestaltungs- und Farbmöglichkeiten...”
Rhein-Neckar-Zeitung (Deutsche Regional-Zeitung) “Kosmos der Farbmöglichkeiten”, November 1999

“Stahels Musizieren läßt sich in der Tat anders nicht in Worte fassen: Er schwelgt in exzessiver Spielfreude an und auf seinem Instrument, er spielt schwelgend klangvoll und von einer Schönheit, daß man wieder einmal ins Träumen geraten möchte: Wollten wir je eine andere Gegenwart finden, als solche Musik zu hören, in der wir die meiste Lust erfahren, das nämlich zu sein, was wir sind? Uns so zu freuen, daß unsere Freude nicht länger in Unbehagen versinken darf? Was Stahel aus der Notationen herauslebt, herausarbeitet und herausspürt aus diesen Werken, aus Musik als den Koordinaten unserer Kultur, das sind zuweilen Visionen als sehr intensive Anschläge auf die dicke Haut unserer Klassik-Gewöhnung. Mit weit geöffneten Ohren und Sinnen, ausgestattet mit einer interpretatorischen Vielfalt, deren Bandbreite jedem ‘Otto Normal-Klassikhörer’ heftig eins auf die Ohren gibt, entfalten sie sich phantasiereich und erschließen gleichwohl auch jenem Hörer eine durchaus unbekannte, abstrakte Klangwelt, der die Werke kennt. Als gälte es die Welt, musiziert dieser Künstler, entrückt als wie nicht von dieser Welt... Stahel macht aus Noten eine Traumzeit-Musik, eine Musik des Außer-der-Welt-Seins. Ein unvergesslicher Abend!”
Heidelberger Rundschau (Deutsche Lokal-Zeitung) “Exzessive Spielfreude, verzaubert!”, Dezember 1999

“Michal Stahel bestätigte und vertiefte wieder einmal (auf dem ‘Mitteleuropäischen Musikfestival der Konzertkunst’ 2000 in Zilina, Slowakei) seine musikalische Identität: Als fühlender, nachdenklicher und harmonischer Typus. Stahels Preis wärmt um so mehr, als er die Kenntnis um einen bescheidenen jungen Künstler widerspiegelt, der bestimmt und aufrichtig zum edlen Ziel schreitet...”
Hudobny zivot, Mai 2000

“Stahels Leistung (12.12. 2001 in der Slowakischen Philharmonie, J.Haydn: Konzert für Violoncello und Orchester D-Dur, Orchester der Slowakischen Philharmonie, Stephen Somary) erreichte hohe qualitative Parameter, von der Phrasierung, über den Sinn für lyrische Sphäre, bis hin zu einer würdigen tektonischen Wölbung.”
Hudobny zivot, Januar 2002

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